Professionelle Kabeleinführungen in explosionsgefährdeten Bereichen.

Explosionsschutz. Häufiger notwendig als gedacht.

Im 19ten Jahrhundert hielt die Elektrotechnik ihren Einzug in Industrie und Haushalte. Unmittelbar danach entwickelten sich, begründet durch das im Steinkohlenbergbau auftretende Methan und den Kohlenstaub, die ersten Grundlagen für den elektrischen Explosionsschutz. Die Vorteile der Elektrizität waren so überzeugend, dass man intensiv daran arbeitete, Mittel und Wege zu finden, wie das Zusammentreffen von explosionsfähiger Atmosphäre und Zündquellen - bedingt durch die Anwendung elektrischer Betriebsmittel - ausgeschlossen werden kann und Explosionen vermieden werden können.

Der Anwendungsbereich im Bergbau war der Anfang. Besonders in der chemischen und petrochemischen Industrie, bei der Förderung von Erdöl und Erdgas ergibt sich ein weites Einsatzfeld für explosionsgeschützte Betriebsmittel. Die organische Chemie, die Lack- und Farbenindustrie oder die pharmazeutische Industrie be- und verarbeiten brennbare Flüssigkeiten und brennbare Gase. Mit der Gewinnung und Nutzung von Biogas, durch ökologische Nutzung von Deponien, entwickeln sich ständig neue Anwendungsbereiche. In der Verarbeitung von Holz und Getreide sind weitere potentielle Gefahrenquellen vorhanden. Die Nutzung von Wasserstoff wird intensiv diskutiert und führt auch hier zu verschiedenen Anwendungen im Explosionsschutz.

Das Thema Explosionsschutz sollte im Bewusstsein von all jenen sein, die beruflich mit Industrieanlagen zu tun haben. In vielen Industrien entstehen oder entweichen bei der Herstellung, Verarbeitung, dem Transport und der Lagerung von brennbaren Stoffen Gase, Dämpfe oder Nebel, die an die Umgebung freigegeben werden. In anderen Prozessen entstehen brennbare Stäube. In Verbindung mit dem Sauerstoff der Luft kann eine explosionsfähige Atmosphäre entstehen, welche bei einer Entzündung zu einer Explosion führt.

Weltweit ist der Explosionsschutz durch die Regierungen der einzelnen Staaten gesetzlich geregelt. Länderspezifische Unterschiede in den technischen Anforderungen und den geforderten Zulassungen für explosionsgeschützte Geräte stellen hohe Anforderungen vor allem für global operierende Hersteller dar und erfordern einen hohen Entwicklungs- und Zulassungsaufwand. Im Zuge der Globalisierung konnten grosse Fortschritte hinsichtlich einheitlicher Richtlinien für den Explosionsschutz erzielt werden.

  • Richtlinien und Vorschriften

    Richtlinie 2014/34/EU
    Neu ist die Richtlinie 2014/34/EU des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 26. Februar 2014 zur Harmonisierung der Rechtvorschriften die Basis, welche für Hersteller und Benutzer von Geräten oder Schutzsystemen für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen verbindlich ist.

    Nach zweijähriger Übergangsfrist dürfen ab dem 20.04.2016 nur noch Produkte gemäss den neuen Richtlinien und entsprechender EU-Konformitätserklärung auf den Markt gebracht werden. Zertifikate nach Richtlinie 94/9/EG behalten ihre Gültigkeit. Eine Neuzertifizierung nach den aktuellen Richtlinien 2014/34/EU ist nicht erforderlich. 


    IECEx 
    Das internationale IECEx Scheme dient ebenfalls der Konformitätsbewertung und Zertifizierung von Geräten, Systemen und Dienstleistungen zum Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen. 

    Weltweit unterstüzt das 1996 eingeführte IECEx System die Vereinheitlichung der Normen und die Erstellung länder- und regionsneutraler Konformitätszertifikate (CoC), um so den freien globalen Warenverkehr zu vereinfachen. Zwischen den europäischen ATEX Richtlinien und den IECEx Regelungen besteht bereits eine weitgehende Übereinstimmung der Klassen und Anforderungen. Dies alles bedeutet, dass ATEX eines Tages abgelöst werden könnte. 

    In den Ländern, die IECEx anerkennen, können zertifizierte Betriebsmittel, Geräte und Anlagen ohne zusätzliche Prüfungen in Betrieb genommen werden. IECEx ist heute nicht nur in Europa sondern in vielen weiteren Ländern anerkannt, darunter Australien, Neuseeland, Brasilien, Kanada, China, Japan, Korea, Malaysia, Singapur, Südafrika, USA... Weitere Informationen über das IECEx System und seine Regelungen sowie Vorschriften, Handbücher und Verfahren finden Sie unter: www.iecex.com. 

    Als „Geräte“ gelten Maschinen, Betriebsmittel, stationäre oder ortsbewegliche Vorrichtungen, Steuerungs- und Ausrüstungsteile sowie Warn- und Vorbeugungssysteme, die einzeln oder kombiniert zur Erzeugung, Übertragung, Speicherung, Messung, Regelung und Umwandlung von Energien und zur Verarbeitung von Werkstoffen bestimmt sind und die eigene potentielle Zündquellen aufweisen und dadurch eine Explosion verursachen können. 

    Unter „Komponenten“ werden solche Bauteile verstanden, die für den sicheren Betrieb von Geräten und Schutzsystemen erforderlich sind, ohne jedoch selbst eine autonome Funktion zu erfüllen. 

    Unter einer explosionsfähigen Atmosphäre ist ein Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen, Nebeln oder Stäuben zu verstehen, in welchem sich ein Verbrennungsvorgang nach erfolgter Zündung auf das gesamte unverbrauchte Gemisch überträgt. 

    Ein explosionsgefährdeter Bereich ist ein Bereich, in dem die Atmosphäre aufgrund der örtlichen und betrieblichen Verhältnisse explosionsfähig werden kann. 

    Der Hersteller muss um hinreichende Angaben und Anleitungen, die für eine fachgerechte Montage, Betrieb und Instandhaltung des Gerätes notwendig sind, besorgt sein. 


    Voraussetzungen für eine Zertifizierung 
    Die Richtlinie 2014/34 EU definiert im Anhang verschiedene Module für die ­Inverkehrbringung von Geräten für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen. Die Module III und IV werden oft verwendet, woraus zwei Zertifikate resultieren: 

    • Die EU-Baumusterprüfbescheinigung 
    • Die Anerkennung Qualitätssicherung Produktion 

    Beide Zertifikate werden von akkreditierten Prüfstellen nach erfolgreich absolvierten Prüfungen/Audits ausgestellt. 


    EU-Baumusterprüfbescheinigung
    Modul B regelt die EU-Baumusterprüfung. Darauf basiert die EU-Baumusterprüfbescheinigung. Sie wird auf Grund der erfolgreichen technischen Produkteprüfungen ausgestellt. 

    Anerkennung Qualitätssicherung Produktion 
    Modul D fordert die geprüfte und überwachte Produktion. Sie stellt sicher, dass die in Verkehr gebrachten Produkte mit den Prüfmustern der EU-Baumusterprüfbescheinigung übereinstimmen. Ein vorhandenes QM-System wird nach EN/ISO/IEC 80079-34 geprüft und zertifiziert. 

    EU-Konformitätserklärung
    Die EU-Konformitätserklärung basiert auf der EU-Baumusterprüfbescheinigung und der Mitteilung Qualistätssicherung Produktion. Damit erklärt der Hersteller die Einhaltung der geltenden Normen, Richtlinien und Vorschriften. Sichtbar wird dies durch die CE-Kennzeichnung. Normen Für den Bereich des Explosionsschutzes existiert weltweit eine Vielzahl an Fachnormen. Die Normenlandschaft ist dabei durch Anpassungen an den technischen Fortschritt und höhere gesellschaftliche Anforderungen an die Sicherheit ständigen Änderungen unterworfen. Internationale Harmonisierungsbestrebungen haben weltweit einheitliche Sicherheitsstandards zum Ziel, damit Handelshemmnisse beseitigt werden können. Geräte werden nach den entsprechenden Normenreihe unterschieden: 

    • IEC / EN 60079 für elektrische Geräte (Gase, Dämpfe und Stäube) 
    • EN 80079 für nichtelektrische Geräte 

    Welche Zündschutzart der Hersteller anwendet, hängt von der Art und Funktion des Geräts ab. Alle genormten Zündschutzarten innerhalb einer Kategorie sind gleichwertig. Der Hersteller bestätigt in der zur technischen Dokumentation zugehörigen EU-Baumusterprüfbescheinigung, dass das Produkt mit den ATEX Richtlinien übereinstimmt. 


    Zertifizierung 
    Geräte zur Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen dürfen erst dann in Verkehr gebracht werden, wenn sie dem von der Richtlinie vorgegebenem Konformitätsbewertungsverfahren unterzogen wurden. EU-Baumuster-Prüfbescheinigungen einer benannten europäischen Prüfstelle werden innerhalb der gesamten EU anerkannt.
  • Explosionsgefahr

    Welche Schutzmassnahmen können ergriffen werden, um die Gefahr einer Explosion zu verringern?
    • Vermeidung brennbarer 
    • Stoffe Inertisierung (Zugabe von Stickstoff, Kohlendioxid usw.) 
    • Konzentrationen begrenzen 
    • Verbesserte Belüftung 
    • Sekundärer Explosionsschutz ist erforderlich, wenn Explosionsgefahr durch primäre Explosionsschutz-Massnahmen nicht auszuschliessen ist. 

    Gerätekennzeichnung
    Aus der Kennzeichnung elektrischer Betriebsmittel für explosionsgeschützte Bereiche sind erkennbar: 

    • der Hersteller des Betriebsmittels
    • eine Bezeichnung, nach der es identifizierbar ist 
    • der Einsatzbereich: unter Tage I oder übrige Bereiche II
    • die Kategorien, die aussagen, ob das Gerät für bestimmte Zonen einsetzbar ist, 
    • die Zündschutzart/-arten, die das Betriebsmittel erfüllt,
    • die gesamte Identifizierung des Zertifikates 

    M vorangestellt steht für untertägige Bergwerke 
    G nachgestellt steht für brennbare Gase, Nebel oder Dämpfe 
    D nachgestellt für Stäube 

    Ziffern drücken den Grad aus. 

    Gerätekategorie 1 sehr hohes Mass an Sicherheit 
    Gerätekategorie 2 hohes Mass an Sicherheit 
    Gerätekategorie 3 ein normales Mass an Sicherheit

    Geräteschutzniveau a sehr hoher Schutzgrad und damit sehr hohes Mass an Sicherheit 
    Geräteschutzniveau b hoher Schutzgrad und damit hohes Mass an Sicherheit 
    Geräteschutzniveau c normaler Schutzgrad und damit erhöhtes Mass an Sicherheit 

    Damit ergibt sich die Zuordnung der Gerätekategorien zu den Zonen. 

    Abbildung 1: Tankstelle (Gase und Dämpfe)
    Abbildung 2: Sackfüllstelle (Staub)
Zertifikat
IECEx QUALITÄTSBEWERTUNGSBERICHT SEV 12 ATEX 4107
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Ex-Kabelverschraubungen.
Broschüre
Ex-Kabelverschraubungen.

Professionelle Kabeleinführungen in explosionsgefährdeten Bereichen.

5 MB
  • Druckfeste Kapselung Ex d IIC (Serie 18)

    Zertifizierung inklusive Alterungs- und Klimatest
    Prinzip
    Bei der Zündschutzart Ex d IIC sind Teile, die eine explosionsfähige Atmosphäre zünden können, in einem Gehäuse angeordnet. Dieses Gehäuse muss dem Druck der Explosion eines explosionsfähigen Gemisches im Innern standhalten und eine Übertragung der Explosion auf die das Gehäuse umgebende explosionsfähige Atmosphäre verhindern.

    Wichtige konstruktive Parameter

    • Die mechanische Festigkeit muss einem festgelegten Sicherheitsfaktor gegen innere Explosionsdrücke entsprechen. 
    • Spaltverbindungen zwischen zwei Gehäuseteilen sind so eng und so lang zu gestalten, dass austretendes heisses Gas eine explosionsfähige Atmosphäre, die im explosionsgefährdeten Bereich möglicherweise vorhanden ist, nicht zünden kann. 
    • Die Parameter der zünddurchschlagsicheren Spalte, Weite/Länge, sind für die Explosionsuntergruppen IIA, IIB und IIC unterschiedlich. Die höchsten Forderungen hinsichtlich der Spaltparameter werden an Gehäuse der Explosionsuntergruppe IIC gestellt. 
    • Sicherungsbügel verhindert Lösen bei Vibrationen 

    Anwendungen 
    Betriebsmittel, bei denen betriebsmässig Funken oder Lichtbögen und/oder heisse Teile auftreten, wie Schaltgeräte und Schaltanlagen, Steuerungen, Motoren, Transformatoren, Schleifringe, Kollektoren, Stellwiderstände, Schmelzsicherungen, Leuchten, Heizpatronen und Reibungsbremsen. Kabelverschraubungen für druckfeste Kapselung werden nach IEC/EN 60079-1 auf folgende Punkte geprüft

    • mechanische Ausführung und Druckprüfung
    • elektrisches und thermisches Verhalten


    1. Anschlussgewinde
      Lange Anschlussgewinde in metrischer, Pg-, Gasrohr oder NPT Ausführung erlauben maximale Sicherheit im Hinblick auf die Befestigungsqualität

    2. Schlüsselflächen
      Grosse, stabile Schlüsselflächen an der Druckmutter und dem Unterteil ermöglichen ein sicheres Anziehen mit dem Montagewerkzeug.

    3. Garantierte Dichtheit
      Der ausgeklügelte Dichteinsatz und abgestimmte Innenkonturen sorgen für eine zielgerichtete Verformung des Dichteinsatzes und garantieren eine perfekte Abdichtung. Die Schutzart IP68 (30 bar) ermöglicht eine optimale Anwendung.

    Prüfnormen
    IEC 60079-0:2011 / EN 60079-0:2012
    IEC 60079-1:2007 / EN 60079-1:2007
    IEC 60079-31:2008 / EN 60079-31:2009
  • Druckfeste Kapselung Ex d IIC (Ex Compact)

    Zertifizierung inklusive Alterungs- und Klimatest
    Prinzip 
    Ex e II Bei der Zündschutzart erhöhte Sicherheit beruht die Funktionsweise auf der Verhinderung einer Zündung der explosionsfähigen Atmosphäre, die auch in das Gehäuse eindringen kann, durch das Betriebsmittel. Das Betriebsmittel darf weder Temperaturen annehmen, die oberhalb der Temperaturklasse möglicherweise am Einsatzort auftretender Gase liegen, noch dürfen elektrisch oder mechanisch erzeugte Funken auftreten. Bei elektrischen Maschinen kommt daher der elektrisch-thermischen Prüfung ein sehr hoher Stellenwert zu. Im Betrieb ist der Schutz vor Überlastung essentiell wichtig zum Erhalt des Explosionsschutzes.

    Wichtige konstruktive Parameter
    • für nichtisolierte, aktive Teile gelten besondere Schutzanforderungen
    • Luft- und Kriechstrecken sind grösser bemessen als im allgemeinen industriellen Bereich. Besondere Anforderungen gelten an die einzuhaltenden IP-Schutzarten.
    • für Wicklungen mit mechanischer Festigkeit und Isolierfähigkeit gelten höhere Anforderungen und die Wicklungen müssen gegen erhöhte Temperaturen geschützt sein.

    Anwendungen
    Installationsmaterialien, wie Abzweig- und Verbindungskästen, Anschlussräume für Heizungen, Akkumulatoren, Transformatoren, induktive Vorschaltgeräte, Elektro- und Kurzschlussläufermotoren, Leuchten. Kabelverschraubungen für erhöhte Sicherheit werden nach IEC/EN 60079-7 auf folgende Punkte geprüft:

    • mechanische Ausführung
    • elektrisch-thermische Prüfung


    1. Anschlussgewinde
      Lange Anschlussgewinde in metrischer Ausführung erlauben maximale Sicherheit im Hinblick auf die Befestigungsqualität

    2. Kompakte Bauform
      Die kompakte Bauform ermöglicht eine platzsparende Montage am Geräte und der grosse Klemmbereich reduziert die Variantenvielfalt.

    3. Garantierte Dichtheit
      Der ausgeklügelte Dichteinsatz und abgestimmte Innenkonturen sorgen für eine zielgerichtete Verformung des Dichteinsatzes und garantieren eine perfekte Abdichtung. Die Schutzart IP68 (30 bar) ermöglicht eine optimale Anwendung.

    Prüfnormen
    IEC 60079-0:2011 / EN 60079-0:2012
    IEC 60079-1:2007 / EN 60079-1:2007
    IEC 60079-7:2006 / EN 60079-7:2007
    IEC 60079-31:2008 / EN 60079-31:2009
  • Erhöhte Sicherheit Ex e II (Progress und Druckausgleichselement)

    Zertifizierung inklusive Alterungs- und Klimatest
    Prinzip
    Bei der Zündschutzart erhöhte Sicherheit beruht die Funktionsweise auf der Verhinderung einer Zündung der explosionsfähigen Atmosphäre, die auch in das Gehäuse eindringen kann, durch das Betriebsmittel. Das Betriebsmittel darf weder Temperaturen annehmen, die oberhalb der Temperaturklasse möglicherweise am Einsatzort auftretender Gase liegen, noch dürfen elektrisch oder mechanisch erzeugte Funken auftreten. Bei elektrischen Maschinen kommt daher der elektrisch-thermischen Prüfung ein sehr hoher Stellenwert zu. Im Betrieb ist der Schutz vor Überlastung essentiell wichtig zum Erhalt des Explosionsschutzes. 

    Wichtige konstruktive Parameter 
    • für nichtisolierte, aktive Teile gelten besondere Schutzanforderungen
    • Luft- und Kriechstrecken sind grösser bemessen als im allgemeinen industriellen Bereich. Besondere Anforderungen gelten an die einzuhaltenden IP-Schutzarten.
    • für Wicklungen mit mechanischer Festigkeit und Isolierfähigkeit gelten höhere Anforderungen und die Wicklungen müssen gegen erhöhte Temperaturen geschützt sein. 


    Anwendungen 
    Installationsmaterialien, wie Abzweig- und Verbindungskästen, Anschlussräume für Heizungen, Akkumulatoren, Transformatoren, induktive Vorschaltgeräte, Elektromotoren, Leuchten. Kabelverschraubungen für erhöhte Sicherheit werden nach IEC/EN 60079-7 auf folgende Punkte geprüft: 

    • mechanische Ausführung 
    • elektrisch-thermische Prüfung


    1. Kurze, lange oder Spezial-Anschlussgewinde
      Kabelverschraubungen Progress® mit kurzem oder langem Anschlussgewinde in metrischer oder Pg-Ausführung können bei vorhandenem Gewinde oder bei Druchgangsbohrung mit Gegenmutter verwendet werden. 

    2. Sichtbare Sicherheit
      Der kleine Wulst des Dichteinsatzes bestätigt das richtige Anzugsmoment. 

    3. Hoher Verdrehschutz
      Die im Unterteil integrierte Längsrandrierung sorgt über den Dichteinsatz für eine hohe Verdrehsicherheit. 

    4. Garantierte Dichtheit
      Auf den Dichteinsatz abgestimmte Innenkonturen sorgen für eine zielgerichtete Verformung des Dichteinsatzes und garantieren somit dessen perfekte Abdichtung. Die Schutzart IP 68 bis 10 bar ermöglichen eine breite Anwendung. 

    Zertifizierung nach
    IEC 60079-0:2011 (Ed. 6) / EN 60079-0:2012 + A11:2013 
    IEC 60079-7:2015 (Ed. 5) / EN 60079-7:2015 
    IEC 60079-31:2013 (Ed. 2) / EN 60079-31:2014
  • Erhöhte Sicherheit Ex e II (Kombi-Schlauchverschraubung)

    Zertifizierung inklusive Alterungs- und Klimatest
    Prinzip
    Bei der Zündschutzart erhöhte Sicherheit beruht die Funktionsweise auf der Verhinderung einer Zündung der explosionsfähigen Atmosphäre, die auch in das Gehäuse eindringen kann, durch das Betriebsmittel. Das Betriebsmittel darf weder Temperaturen annehmen, die oberhalb der Temperaturklasse möglicherweise am Einsatzort auftretender Gase liegen, noch dürfen elektrisch oder mechanisch erzeugte Funken auftreten. Bei elektrischen Maschinen kommt daher der elektrisch-thermischen Prüfung ein sehr hoher Stellenwert zu. Im Betrieb ist der Schutz vor Überlastung essentiell wichtig zum Erhalt des Explosionsschutzes. 

    AGRO Kombi-Schlauchverschraubungen sind eine optimale Kombination, wenn Sie Kabel in einem Schutzschlauch in ein Gehäuse einführen wollen und gleichzeitig eine sichere Abdichtung und Zugentlastung des Kabels möchten. 

    Achtung! 
    Es dürfen nur metallische oder metallisch umflochtene Schutzschläuche verwendet werden! 

    Wichtige konstruktive Parameter 

    • für nichtisolierte, aktive Teile gelten besondere Schutzanforderungen 
    • Luft- und Kriechstrecken sind grösser bemessen als im allgemeinen industriellen Bereich. Besondere Anforderungen gelten an die einzuhaltenden IP-Schutzarten. 
    • für Wicklungen mit mechanischer Festigkeit und Isolierfähigkeit gelten höhere Anforderungen und die Wicklungen müssen gegen erhöhte Temperaturen geschützt sein. 

    Anwendungen 
    Für Installationen, bei denen Kabelschutz wichtig ist, z.B. Metallbearbeitungsmaschinen, oder wo mechanische Beschädigungen oder Witterungseinflüsse ausgeschlossen werden sollen. Schlauchverschraubungen für erhöhte Sicherheit werden nach IEC/EN 60079-7 auf folgende Punkte geprüft: 

    • mechanische Ausführung 
    • elektrisch-thermische Prüfung

    1. Kurze Anschlussgewinde
      metrisch Kabelverschraubungen Progress® mit kurzem Anschlussgewinde können bei vorhandenem Gewinde verwendet werden. 

    2. Erdung
      Der Schirmabgriff erfolgt über eine Messing Kontakthülse anstelle des Dichtrings (3a) über 360°. 

    3. Garantierte Dichtheit
      Die Dichtheit der Kombi-Schlauchverschraubung wird sowohl zwischen Schlauch und Schlauchverschraubung (3a) als auch durch den Dichteinsatz in der Kabelverschraubung (3b) bei der Einführung in das Gehäuse sicher gestellt. 

    Zertifizierung nach 
    IEC 60079-0:2011 (Ed. 6) / EN 60079-0:2012 + A11:2013 
    IEC 60079-7:2015 (Ed. 5) / EN 60079-7:2015 
    IEC 60079-31:2013 (Ed. 2) EN 60079-31:2014
  • Erhöhte Sicherheit Ex e II (Progress Kunstroff GFK)

    Zertifizierung inklusive Alterungs- und Klimatest
    Prinzip
    Bei der Zündschutzart erhöhte Sicherheit beruht die Funktionsweise auf der Verhinderung einer Zündung der explosionsfähigen Atmosphäre, die auch in das Gehäuse eindringen kann, durch das Betriebsmittel. Das Betriebsmittel darf weder Temperaturen annehmen, die oberhalb der Temperaturklasse möglicherweise am Einsatzort auftretender Gase liegen, noch dürfen elektrisch oder mechanisch erzeugte Funken auftreten. Dieses gilt sowohl für den Normalbetrieb als auch bei vorhersehbaren Fehlern. Bei elektrischen Maschinen kommt daher der elektrisch-thermischen Prüfung ein sehr hoher Stellenwert zu. Im Betrieb ist der Schutz vor Überlastung essentiell wichtig zum Erhalt des Explosionsschutzes.

    Wichtige konstruktive Parameter
    • für nichtisolierte, aktive Teile gelten besondere Schutzanforderungen
    • Luft- und Kriechstrecken sind grösser bemessen als im allgemeinen industriellen Bereich. Besondere Anforderungen gelten an die einzuhaltenden IP-Schutzarten.
    • für Wicklungen mit mechanischer Festigkeit und Isolierfähigkeit gelten höhere Anforderungen und die Wicklungen müssen gegen erhöhte Temperaturen geschützt sein.

    Anwendungen
    Installationsmaterialien, wie Abzweig- und Verbindungskästen, Anschlussräume für Heizungen, Akkumulatoren, Transformatoren, induktive Vorschaltgeräte, Elektromotoren, Leuchten. Kabelverschraubungen für erhöhte Sicherheit werden nach EC/EN 60079-7 auf folgende Punkte geprüft:

    • mechanische Ausführung
    • elektrisch-thermische Prüfung


    1. Anschlussgewinde
      Kabelverschraubungen Progress® mit Anschlussgewinde in metrischer oder Pg- Ausführung können bei vorhandenem Gewinde oder bei Durchgangsbohrung mit Gegenmutter verwendet werden.

    2. Hoher Verdrehschutz
      Die im Unterteil integrierte Längsrandrierung sorgt über den Dichteinsatz für eine hohe Verdrehsicherheit.

    3. Garantierte Dichtheit
      Auf den Dichteinsatz abgestimmte Innenkonturen sorgen für eine zielgerichtete Verformung des Dichteinsatzes und garantieren eine perfekte Abdichtung.

    Zertifizierung nach
    IEC 60079-0:2011 (Ed. 6) / EN 60079-0:2012 + A11:2013
    IEC 60079-7:2015 (Ed. 5) / EN 60079-7:2015
    IEC 60079-31:2013 (Ed. 2) / EN 60079-31:2014
  • Eigensicherheit Ex i II

    Zertifizierung inklusive Alterungs- und Klimatest
    Prinzip
    Zündschutzart, bei der die Betriebsmittel eigensichere Stromkreise enthalten. Ein Stromkreis ist eigensicher, wenn weder ein Funke noch ein thermischer Effekt eine Zündung einer bestimmten explosionsfähigen Atmosphäre verursachen kann. Die Bedingungen für den ungestörten Betrieb und bestimmte Fehlerbedingungen werden in dieser Norm festgelegt. Abweichende Anforderungen gelten für Bereiche mit brennbarem Staub:

    • Zusätzliches Gehäuse in der Schutzart IP 6X, wenn abgelagerter Staub zu einem Problem werden kann
    • Der Stromkreis muss mindestens nach der Explosionsgruppe IIB ausgelegt werden

    Wichtige konstruktive Parameter
    Auswahl bestimmter Bauelemente für elektrische und elektronische Schaltungen Reduzierung der zulässigen Belastung der Bauelemente gegenüber üblichen industriellen Anwendungen, in Bezug auf

    • Spannung, wegen der elektrischen Festigkeit 
    • Strom, hinsichtlich der Erwärmung 

    Die Spannungs- und Stromwerte sind, einschliesslich eines Sicherheitsfaktors, ständig auf ein so geringes Niveau begrenzt, dass mit Sicherheit unzulässige Temperaturen nicht auftreten und Funken und Lichtbögen bei Unterbrechung oder Kurzschluss eine so geringe Energie aufweisen, dass sie zur Zündung einer explosionsfähigen Atmosphäre nicht ausreichen. 

    Anwendungen 
    Mess-, Überwachungs- und Informationsanlagen und -geräte, Sensoren - auf physikalischem, chemischem oder mechanischem Prinzip und mit begrenzter Leistung auch Aktoren - auf optischem, akustischem und begrenzt auch auf mechanischem Prinzip. Nach „erhöhter Sicherheit“ geprüfte AGRO Kabelverschraubungen sind an der blauen Druckmutter erkennbar und dürfen auch im Bereich Eigensicherheit i II nach IEC / EN 60079-11 eingesetzt werden.

    • mechanische Ausführung
    • elektrisch-thermische Prüfung 

    1. Anschlussgewinde
      Kabelverschraubungen Progress® mit Anschlussgewinde in metrischer oder Pg-Ausführung können bei vorhandenem Gewinde oder bei Durchgangsbohrung mit Gegenmutter verwendet werden. 

    2. Hoher Verdrehschutz
      Die im Unterteil integrierte Längsrandrierung sorgt über den Dichteinsatz für eine hohe Verdrehsicherheit. 

    3. Garantierte Dichtheit
      Auf den Dichteinsatz abgestimmte Innenkonturen sorgen für eine zielgerichtete Verformung des Dichteinsatzes und garantieren eine perfekte Abdichtung. 

    Zertifizierung nach 
    IEC 60079-0:2011 (Ed. 6) / EN 60079-0:2012 + A11:2013
    IEC 60079-7:2015 (Ed. 5) / EN 60079-7:2015
    IEC 60079-31:2013 (Ed. 2) / EN 60079-31:2014

Zubehör (Erweiterungen, Reduzierungen und Verschlussschrauben)

Reduktionen Messing erhöhte Sicherheit Ex e II
Artikel-Nr. EX3500.10.08
E-Nr 126340208
  • Aussengewinde metrisch
  • Innengewinde metrisch
  • Mit O-Ring
Erweiterungen Messing erhöhte Sicherheit Ex e II
Artikel-Nr. EX3600.07.12
  • Aussengewinde Pg
  • Innengewinde metrisch
  • Mit O-Ring
Verschlussschrauben Kunststoff erhöhte Sicherheit Ex e II
Artikel-Nr. 8841.12
E-Nr 126230300
  • Schwarz RAL 9005
  • Mit O-Ring
Verschlussbolzen aus Kunststoff zu Mehrfach-Kabelverschraubungen
Artikel-Nr. 1310.020.07
  • Verschlussbolzen zu Kabelverschraubungen

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