Strahlenschutz.
Elektroinstallation in Strahlenschutzwänden.
Strahlenschutz bei Elektroinstallationen in Strahlenschutzwänden ist besonders anspruchsvoll. Krankenhäuser, Arztpraxen und ähnliche Einrichtungen mit Röntgen- oder Gammaanlagen müssen angrenzende Räume abschirmen, da ionisierende Strahlung schädlich ist. Jede Installationsöffnung unterbricht die Schutzfunktion, die aufwendig wiederhergestellt werden muss. Übliche Bleiumhausungen um Elektroinstallationsdosen erfordern eine sorgfältige Planung, da nachträgliche Abschirmungen in fertigen Wänden nicht möglich sind.
Geräte-Verbindungsdose für bleifreie und bleikaschierte Elektroinstallation in Strahlenschutzwänden
Vorschriften und Normen
Zum Schutz vor Röntgenstrahlung wurden nationale und internationale Gesetze wie die Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) und die Röntgenverordnung (RöV) erlassen. Letztere regelt den Schutz vor Schäden durch Röntgenstrahlung, auch in Diagnostik und Therapie. Baulicher Strahlenschutz wird in DIN 6812 für medizinische Röntgenanlagen bis 300 kV festgelegt. Es wird zwischen Nutzstrahlung, die gezielt auftritt, und Störstrahlung, die in verschiedene Richtungen streut, unterschieden.
Technische Grundlagen bei Strahlenschutzwänden
Die erforderliche Abschirmung (Bleischichtdicke) richtet sich nach Strahlungsart, Raumkategorie, Röhrenspannung und Abstand zu Aufenthaltsbereichen. Andere Materialien werden als Bleigleichwert angegeben. DIN 6812 regelt die Werte. Röntgenräume müssen rundum strahlengeschützt sein. Häufig werden bleikaschierte Leichtbauwände eingesetzt, zunehmend kommen jedoch bleifreie strahlengeschützte Systeme, wie z. B. Knauf Safeboard, zum Einsatz.
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