Mehr Effizienz in der Werksfertigung
Neue Betonbau-Lösungen für die automatisierte Fertigung.
Schalksmühle. Für die bei der automatisierten Produktion von Beton-Fertigteilen einzubettende Elektro-Installation hat KAISER spezielle Lösungen entwickelt: Das Betonbau-Programm B2 des Innovationsführer bei Elektro-Installationssystemen ermöglicht erstmals das komplette automatische Setzen von Elektrodosen auf die zuvor vom Schalungsroboter nach CAD-Daten auf dem Schaltisch positionierten System-Haftmagnete. Darüber hinaus umfasst das Programm für mehr Effizienz in der Vorfertigung Lösungen für den obenliegenden Einbau mit Universal-Auflagern sowie Wand- und Deckenübergänge, die mit Ihren neuen 90°-Bögen jetzt einen durchgängigen Aufbau von starren Leerrohren ermöglichen. Mit den unterschiedlichen Rohrkupplungen des B²-Programms sind alle Anschlussmöglichkeiten realisierbar. So lässt sich in der Umlaufanlage eine erhebliche Verkürzung des Prozesses erreichen.
Innovative Magnetlösung
Kernstück sind die System-Haftmagnete, die mit einer Haftkraft von 500 N sicheren Halt für alle neuen B2-Geräte-Verbindungsdosen, Plattendecken-Großdosen sowie Wand- und Deckenübergänge bieten. Darüber hinaus dienen sie zur Aufnahme von HaloX®-Leuchten- und Lautsprechergehäusen, des Aufstockelements 48,5 mm, des Zentral-Übergangskastens und des System-Haftmagnet-Adapters für die Schrägstützenbefestigung des Herstellers auf Metallschalungen. Die komplette Installation kann mit nur einem Magnettyp erfolgen. Vier seitliche Kerben sorgen für ein exakt positioniertes Setzen des Haftmagneten durch den Greifer des Roboterarms sowie einen verdrehsicheren Einbau der Gerätedosen. Diese sind alle mit einer speziellen Aufnahme für den System-Haftmagneten ausgestattet.
Lamellen mit Stabilisierungsrippen nehmen beim Setzen der Dose den Magnetzapfen auf und ziehen sie zur Abdichtung bündig auf die Schalung. Damit ist ein sicherer Halt gewährleistet. Zwei gegenüberliegende Dome verhindern ein Verdrehen der Gerätedosen und eine umlaufende Dichtlippe das Unterlaufen von Beton bei dessen Verteilung auf dem Schaltisch. Durch vier seitliche Aussparungen lässt sich später der Haftmagnet auch mittels Schraubendreher wieder entfernen.
Große Geräte-Verbindungsdosen
Die neuen B2-Geräte-Verbindungsdosen sind zur schnellen Positionierung in einteiliger, quadratischer Form ausgeführt und bieten durch ihr großes Volumen viel Raum für Klemmen und Leitungen. Seitlich im Gehäuse integrierte Verbinder ermöglichen eine verdrehungssichere und vollisolierte Kombination mehrerer Dosen im Normabstand von 71 mm. Vier Schraubdome und zwei Spreizkrallenfelder stehen für die sichere Befestigung der Einbaugeräte zur Verfügung. Spezielle Kupplungen sorgen für einen werkzeuglosen Anschluss von Rohren. Die Geräte-Verbindungsdosen sind in den Größen 48,5 mm, 68,5 mm und 83,5 mm erhältlich.
Belastbare Deckendosen
Für Plattendecken hält das neue Programm die Plattendecken-Großdose 115 bereit. Neben der Aufnahme für den System-Haftmagnet hat KAISER der im Durchmesser 115 mm lieferbaren Dose einen Schnellverschlussdeckel spendiert, der ein einfaches Erstellen von Rohreinführungen mittels Stanzzange ermöglicht. Durch einen Hinterschnitt am Deckel kann hier der Beton umlaufen und der Plattendecken-Großdose in Verbindung mit der M5-Hakenaufnahme eine Belastbarkeit von bis zu 10 kg Leuchtenaufhängung geben. Für Leitungs- oder Rohreinführungen bis 25 mm Durchmesser sind acht und für größere Rohrdurchmesser bis 32 mm vier leicht zu öffnende Möglichkeiten gegeben. Damit können 99 Prozent aller Rohranwendungen abgedeckt werden.
Lösungen für Wand- und Deckenübergänge
Für die Wand- und Deckenübergänge bietet das B²-Programm End- und Übergangstüllen, Wand- und Deckenkrümmer im 30°-Winkel sowie jetzt auch Wand- und Deckenübergänge im 90°-Winkel mit wiederverschließbaren Deckeln und Signalborsten zum einfachen Auffinden in der Betonoberfläche. Auch sie sind mit Haftmagnet-Aufnahmen für einen sicheren und schalungsbündigen Halt auf Stahlschalungen ausgerüstet, können aber ebenso durch ihre Nageldome und großen Klebeflächen bei Randschalungen aus Holz zum Einsatz kommen. Ihre stabilen seitlichen Rastkonturen ermöglichen eine sichere Verbindung mehrerer Wand- und Deckenübergänge.
B²-Rohrkupplungen
Mit dem bewährten Rohrkupplungs-Programm von KAISER lassen sich alle starren und flexiblen Rohre in den Durchmessern 20, 25, 32 und 40 mm an sämtliche B²-Geräte-Verbindungsdosen des Herstellers anschließen. Zwei Schneiden am Anschlussstück dienen zum werkzeuglosen Öffnen der Doseneinführungen, Ein Drehen mit Druck gegen die Dose genügt, um die Einführung zu öffnen. Eine spezielle Begrenzung verhindert das zu tiefe Eindringen der Rohre. Spätere und komplizierte Rohrkürzungen im Inneren der Geräte-Verbindungsdose sind damit nicht mehr erforderlich. Die Kugelkontur am Anschlussstück der Kupplung dämpft die Rohrschwingungen während des Verdichtungsvorgangs im Fertigteilwerk und dichtet zur Dose hin sicher ab. Eine integrierte Rohrsicherung sorgt für sicheren Halt auch gerillter Rohre.
Zentral-Übergangskasten
Auf Anregungen aus dem Kreis der Verarbeiter hat die KAISER Gruppe jetzt einen Zentral-Übergangskasten für die Einlage in Beton entwickelt, in dem Rohre verschiedener Größen zusammengeführt werden. Der für die Werksfertigung wie auch für Ortbeton gleichermaßen nutzbare Übergangskasten aus halogenfreiem Polyethylen wird in die Decke als zentraler Einspeisepunkt über Elektroverteilungen und Trassen einbetoniert. Die dort zusammenlaufenden Leitungsrohre können über verschiedene Auslässe an den z. B. in einer Leichtbauwand darunter liegenden Stromkreisverteiler weitergeführt werden.
Adapter für die Schrägstützenbefestigung
Um in der Werksfertigung neben der Elektro-Installation auch Schrägstützenanker und Montagedübel in Betonfertigteile automatisiert einlegen zu können, hat KAISER unterschiedliche Adapter für die System-Haftmagneten des Werksfertigungsprogramms entwickelt. Damit ist es jetzt möglich, alle marktüblichen Schrägstützenaufnahmen vom Schalungsroboter exakt auf dem Schaltisch positionieren und zum Betonieren in das Fertigteil einbetten zu lassen. Auf Zug und Druck belastbare Schrägstützen kommen mindestens jeweils zu zweit pro Wandelement temporär zum Abstützen und Justieren während der Montage auf der Baustelle zur Anwendung. Sie werden im oberen Drittel des Betonfertigteils in der Aufnahme verankert.
Obenliegender Einbau mit Prefix®-Universal-Auflager
Dieses innovative Auflagersystem ersetzt die bisher üblichen aufwändigen Holz-Eigenkonstruktionen von der Randschalung aus, um die Elektro-Installation in das Massivwandelement einzubringen. So werden der weitere Fertigungsprozess und das Glätten der Betonoberfläche nicht mehr durch Unregelmäßigkeiten dieser Holzkonstruktionen behindert. Das Prefix®-Universal-Auflager lässt sich ähnlich wie der Systemflügel der B1-Anwendungen mit Montageklemmen an der Bewehrung fixieren und mittels Rödeldraht befestigen.
Die End- und Übergangstüllen, Wand- und Deckenkrümmer 30° sowie Wand- und Deckenübergänge 90° für die Werksfertigung sind mit stabilen Aufnahmen für das Auflagersystem ausgestattet. Dieses wird beidseitig an den Übergängen eingerastet und ermöglicht durch vier Rastkonturen die Anpassung an alle gängigen Betondeckungen von 20 bis 35 mm. Die Rastverbindungen sind durch eine integrierte Maßangabe einfach und sicher mit der Hand einstellbar. Ausricht- und Positionierhilfen sowie ein Toleranzausgleich sorgen vor allem bei Standard-Bewehrungen für eine schnelle Verarbeitung. So werden der exakte Sitz der Wand- und Deckenübergänge sowie nach dem Betonieren, Verdichten und Glätten ein sauberes Oberflächenbild gewährleistet. Mit der Prefix®-Montagetechnik sind auch Mehrfachkombinationen von Wandauslässen punktgenau realisierbar.
Zeit- und Kostenvorteile
Das B2-Betonbau-System von KAISER setzt mit seinen Produkten neue Maßstäbe in der Werksfertigung, sichert eine exakte und einwandfreie Elektro-Installation und ermöglicht bei der automatisierten Produktion erhebliche Zeit- und damit Kostenvorteile für den produzierenden Betrieb.